Birth of the Cello

Der weltbekannte Cellist Julius Berger spielt auf seinem Amati Violoncello, dem ältesten Cello der Welt, früheste Musik für Cello Solo – zu hören sind die Ricercari von Gianbattista Degli Antonii und Domenico Gabrielli. CD Premiere während des Amati Festivals in Cremona, Italien am 14.10.2007.

12.2007 – KulturSpiegel – Julius Berger: „Birth of The Cello“ (Solo Musica)
Wird ein Instrument erfunden, gibt es noch lange keine Solostücke. Auch das Cello mußte warten, bis 1687 und 1689 zwei Musiker aus Bologna die ersten „Ricercari“ herausbrachten. Jetzt hat Julius Berger,53, sie auf einem der ältesten intakten Celli der Welt von 1566 eingespielt. Überzeugend staubfrei präsentiert der Enthusiast die oft wagemutigen Kompositionen als Gründungsurkunden einer großen Zukunft.

12.2007 – chrismonCD – Julius Berger: Birth of The Cello
Sein Amati-Violoncello ist das älteste der Welt, gebaut vor 441 Jahren.Es hat einen außergewöhnlichen Klang,und im Spiel von Julius Berger hört es sich an, als seien Mann und Instrument füreinander geschaffen. Hier gibt Berger sich den Anfängen der Cellomusik hin: Ricercari aus dem späten 17.Jahrhundert. Solo Musica

11.2007 – Klassik.com – Verdienst und Superlativ
Julius Berger – Birth Of The Cello – Solo Musica
Julius Bergers Einspielung der Ricercari von Gianbattista degli Antonii (1636-1698) und Domenico Gabrielli (1651-1690) kokettiert mit dem Superlativ: Die ältesten bekannten Werke für Cello solo werden auf dem ältesten bekannten Cello gespielt, wobei ein sehr alter Bogen über Saiten streicht, die den Erzeugnissen der bologneser Saitendreher um 1660 nachempfundenen sind. Das klingt, sobald man es ausspricht, sofort nach Ironie, in der Tat aber ist es, ganz im Gegenteil, eine sehr schöne Idee und ein höchst verdienstvolles Projekt, was dieser CD das Interesse aller Musikliebhaber sichern dürfte. Sie gibt Einblick in die Musikgeschichte, sie erschließt entlegene Wissensgebiete. Diesen Rang kann die Einspielung beanspruchen, noch bevor ein Ton gehört wurde. Das Ricercar, ein mottetenartiger Vorläufer der Fuge, steht formgeschichtlich zwischen Renaissance und Barock. Dieses Ineinander, ein positiv gewendetes ‘noch und noch nicht’ wird in den Werken der beiden bologneser Komponisten hörbar. Die polyphone Lust an imitatio und permutatio, die der barocken Musik eignet, bahnt sich hier an, wird aber noch getragen von den geraden Gesten der Renaissance. Die Stücke schließen sich wohl am besten auf, wenn man ihr Umfeld, die Höfe der frühen Neuzeit, im Hinterkopf behält: Es herrscht ein Ideal des Maßes, der Grazie, der Leichtigkeit, mit einem Wort: der Sprezzatura. Darin liegt wohl der Reiz dieser Ricercari. Von Bachs Suiten aus betrachtet, den Vorzeigestücken barocker Sololiteratur, erscheinen sie vielleicht wie bloße Continuostimmen, aber sie bilden ja eine Grundlage und keine Schwundstufe. Sie sind reduziert und konzentriert in dem
neuen Selbstbewusstsein, Stücke für Cello solo zu publizieren, dabei von leichter Eleganz. So ist etwa Degli Antoniis Ricercari Nr.6 oder Nr.10 ein gewisser Stolz und Schreitrhythmus eigen, der an einen Hofmann denken lässt. Allerdings an einen anmutigen, weltgewandten, nicht an einen geckenhaften Vasallen. Die folgende Nr.11 ist ganz anmutiges, leichtes Gespräch……… ………Protagonist der CD ist das Instrument Bergers, das Cello ‘Carlo IX’ von Andrea Amati (1505-1577), das 1566 fertig gestellt wurde. Die CD als Gegenstand wird geprägt von Photographien dieses Instruments, dessen Rücken mit prachtvollen Malereien verziert ist. Das Booklet gibt weitläufig Aufschluss über Entstehung des Cellos und seinen Weg durch die Jahrhunderte, soweit er sich nachvollziehen lässt……….
Auszüge einer Rezension auf Klassik.com vom 18.11.2007

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